Dienstag, 25. Dezember 2007

Feiern....




Frohe Festtage...and a happy new Year:)

Montag, 19. November 2007

Heute vor 7 Wochen...

Heute vor 7 Wochen machte ich mich zum ersten Mal auf den Weg zu RTL. Das hiess: Raus aus dem Bett, rein in die Schuhe, 10min. laufen, 20 min. Tram fahren und schliesslich im Vorort Junkersdorf ankommen. Drei grosse Gebäude mit riesigen Satellitenschüsseln erblickte ich gleich gegenüber der Haltestelle; unverkennbar der Hauptsitz von RTL. Ich machte mir Gedanken: In der Schweiz spricht man wenig von Köln, eher von München, Hamburg und natürlich von Berlin. Wieso also ist der grösste deutsche Privatsender in der Domstadt?! Nun ja, so richtig weiss ich das auch nicht, aber RTL heisst ja Radio Television Luxemburg und der Kleinstaat (eben Luxemburg) ist ja nicht so weit von hier. Vielleicht wollte der Sender bei der Expansion nach Deutschland nicht zu weit weg, um bei möglichem Misserfolg rasch wieder zurückverduften zu können, oder er hatte auf dem nach Berlin Reisekoller und blieb am Rhein. Wahrscheinlicher jedoch ist die Erklärung, dass Köln traditionsgemäss eine Medienstadt ist. Der WDR, grösstes Drittprogram des deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehens und als solches massgeblich beteiligt an der Produktion der ARD-Sendungen, hat seinen Sitz mitten in der Innenstadt. Ausserdem senden Vox, und N-TV von Köln aus und zwei grosse Studiokomplexe in den Vororten Hürth und Ossendorf machen die Stadt zum grössten Produktionsstandort im deutschsprachigen Raum. Viele Shows von den RTL-Konkurrenten Sat.1 und Pro7 werden hier gedreht (Nur die Liebe zählt (herzschmerz), alles von Raab und Elton und auch die vielen tollen Richtersendungen (Justiz ist ja gar nicht öde;)), -und auch Kinofilme wie die "mehr oder weniger lustigen sieben Zwerge im Wald und später auch in der Stadt" und der neue CH-Kinohit?! "Tell" entstanden hier ganz oder zumindest teilweise.
Zurück zu jenem Montag also, als ich kurz vor halb Zehn vor den RTL Gebäuden stand. Ich musste den Eingang zum Newsgebäude, "HIT" genannt, suchen und habe ihn, nachdem ich mich kurz verlaufen hatte, auch gefunden. Ich hatte Angst, dass ich zu spät war, als ich mich im Empfangsbereich anmeldete, aber ich merkte rasch das Anfang und Ende der Arbeitszeiten hier flexibel gehandhabt werden. RTL ist ja Marktführer, da muss auch nicht unnötig Druck auf die Arbeitnehmer ausgeübt werden. Ich nahm also auf einer Polstergruppe platz und im Raum liefen ca. 6 Bildschirme, die in einer weissen Wand eingebracht sind und alle ankommenden Mitarbeiter jeden Morgen fröhlich anflimmern (und nicht nur mit RTL). Nach ein paar Minuten wurde ich von einem Jörg Peters abgeholt und im zweiten Stock in die Redaktion von Exclusiv, dem RTL-Starmagazin, gebracht. Da war es zwar nicht so exklusiv und überhaupt nicht luxuriös aber freundlich hell und man sah auf den ersten Blick an den überquellenden Schreibtischen und leeren Kaffetassen, dass da fleissig gearbeitet wird. Zu tun haben die Leute da auch genug, denn jeden Wochentag muss eine zehnminütige-und am Sonntag eine fünfundvierzigminütige Sendung produziert werden. Meine erste Aufgabe war mich vorzustellen und dabei lernte ich rasch die Redakteure, Producer, Planner, Chefplanner, die studentischen Aushilfskräfte, die Sekretärin und auch die Moderatorin, nicht näher aber immerhin flüchtig, kennen. Und dann war 10 Uhr oder auch 10 nach 10 und die tägliche Redaktionkonferenz stand an....an jenem Tag mit dem Adrian aus der Schweiz;)
Bilder: 1. RTL_Komplex, 2. TV- und Filmstudios MMC, 3. Bahnhaltestelle, 4. Redaktion von Exclusiv

Mittwoch, 14. November 2007

aufgewacht..

Ja in Köln scheint wieder die Sonne! Tagelang hat es geregnet und auch der Blogautor kroch nicht aus den Federn. Dazu war er einfach schreibfaul und viel unterwegs. Ich war bei Exclusiv, ihrem Starmagazin, Praktikant und durfte recherchieren und bei Dreh, Schnitt und Sendung live dabei sein. Dann sah ich die Presseabteilung, die offenbar sämtliche Printmedien von Deutschland, Oesterreich und der Schweiz abonniert haben. Die Programmbeobachtung, wo ich viele Etiketten kleben durfte, schaut den ganzen Tag fern und archiviert täglich die ganze Primetime aus den USA. Bei Produktionen wie "Wer wird Millionär", "dem Supertalent", "DSDS-Casting" und "Unter Uns" konnte ich reinschauen und last but not least Köln ist nicht nur RTL: WG-Partys, Karneval und trautes Zusammenleben mit Kind und Kollegen waren auch Erlebnisse. Hier eröffne ich die zweite Serie (Season in der TV-Sprache) von Posts mal mit ein paar Fotos von Köln!



unsere WG-Küche mit Mitbewohner Christian (29)

Montag, 29. Oktober 2007

Tod meiner Krimiheldin!

Diese Darstellerin hat meine Krimi-Abende in meinen Teenagerjahren geprägt, jetzt ist Evelyn Hamann tot. "Adelheid und ihre Mörder" war eine super Serie mit ganz eigenem Charme. Der sture, unfähige Chef, der ewigs verschnupfte Mitarbeiter, der Angsthase…und sie, klar eine der sympathiesten Emanzen, eigentlich nur Sekretärin, aber in Wirklichkeit diejenige, die die Fälle löst und das jeweils mit Bravour! Sie ruhe in Frieden…
http://www.daserste.de/adelheid/

Sonntag, 28. Oktober 2007

Fussballfieber...

Naja Fußball bleibt Fußball und der ist halt nicht immer so spannend, oft mittelmäßig interessant und nicht ganz selten total langweilig. Mein erstes Uefa-Cup Spiel war leider so ein „Gähn“, dafür weiß ich jetzt wo die Deutschen ihr Geld lassen. Das Spiel kostete 43.- und das Bier ca. 7.-, nisch schlecht! Wenigstens haben die Bayer (die vom Aspirinkonzern!) 1:0 gewonnen (gegen Toulouse) und Barnetta, unser Schweizer im Team, hat sogar die erste Vorlage geliefert. 15 000 haben das Spiel gesehen und das ist hier eher sehr wenig. Wenn der 1.FC Köln in der 2.Bundesliga kickt gehen bei einem Heimspiel 40 000 Leute ins Stadion, die Kneipen bersten, die Bahnlinie 1 zum Stadion ist übervoll und die Zubringerstraßen sowieso hoffnungslos verstopft. Und Kölner Fan muss man nicht von Geburt auf sein, nein, auch meine WG-Kollegen, aus der Pfalz und Region Koblenz zugewandert, bekennen sich unterdessen zum 1.FC! So werde auch ich wahrscheinlich bald noch zum Stadion geschleppt! Ja, mit Fußball kann man sich hier gut die Zeit vertreiben, Bundesliga, Champions League, Uefa-Cup, Pokal, Frauennationalmannschaft, -alles wird geschaut und im Alltag dann durchdiskutiert.

Wenn einem das mal zu blöd wird, bricht man aus, schaut sich Kölle an und turnt auf dem Dom herum! Eine super Überleitung zu den folgenden Bildern, viel Spaß…

hinter Köln qualmts...Dom von InnenSpiderman?

Dom ganz oben...

Köln bei Nacht

Donnerstag, 25. Oktober 2007

Und gleich hier....

Kleine Ankündigung wie bei RTL: Gleich in meinen Blog, das Leben in der Redaktion von Exclusiv als Praktikant, doch vorher noch Sport:
Deutschland liebt Fussball und im Rhein- und Ruhrgebiet geht sogar gar nichts ohne den geliebten Ballsport. Auch muss dem Hype folgen und besuche heute Abend zum ersten Mal ein UEFA-Cup Spiel, nämlich Bayer Leverkusen gegen Toulouse. Na dann bin ich mal gespannt.

Sonntag, 21. Oktober 2007

Tropfen der Trauer oder Schäfchen im Trockenen?

Achtung persönlich gefärbt:


Heute Morgen bin ich aufgewacht in Köln und es regnete zum ersten Mal richtig fest! Ein schlechtes Omen? Als ich die ersten Wahlresultate aus der Schweiz im Internet las war es eigentlich klar: der Himmel wusste den Ausgang natürlich bereits vorher und schickte mir die Trauerbotschaft in Tropfen zum Frühstück. Das Wetter trauert mit mir. Naja, die restlichen Kölner dürften die Schweizer Parlamentswahlen wenig interessieren, die dachten wohl, typisches Herbstwetter, -und nahmen den Regenschirm hervor.
Auch wenn Petrus und seine Kumpanen hoffentlich wichtigeres zu tun haben als sich um schweizerisches Wahlkampfgeplänkel zu scheren und sie nicht einfach links- oder rechts, sondern hoffentlich vor allem über der Sache stehen,- ganz irrelevant ist so eine Parlamentswahl sicher nicht. Offenbar wählen immer mehr Menschen eine Partei, die außer laut rumschreien und ständig zu provozieren wenig liefert für den Staat, die wenig für Kultur und nichts für kulturelle Vielfalt tut und die mit ihren Kampagnen Angst und Ausländerfeindlichkeit fördert. Das ist doch traurig! Vier Prozent und neun Sitze Verlust: ein klares Debakel für die SP!
Doch Wahlkampf ist Showtime und die Show hat die Linke offensichtlich schlecht inszeniert. Während die nun siegreiche SVP in den letzten Wochen ständig in den Medien war und mit ihrer Wahlkampagne polarisierte, war von der SP sehr wenig zu hören, sie reagierten nur und brachten es nicht fertig mit eigenen Themen in die Schlagzeilen zu kommen. Hierzu habe ich einen interessanten Artikel auf Spiegel Online gelesen (Artikel). Den Menschen in der Schweiz geht es momentan wohl zu gut, um sich groß für die sozialen Themen zu interessieren, deswegen ist es für die linken Parteien wieder schwieriger geworden. Andererseits haben wir auch kein wirkliches Ausländerproblem und die SVP gewinnt trotzdem die Wahlen damit?! Die Leute lassen ich stark von charismatischen Köpfen und starker Präsenz beindrucken und von plakativen Schlagzeilen überzeugen und nicht unbedingt von tiefgründigen Inhalten und das hat vor allem die SVP und zu wenig die SP verstanden. Aber Politiker zu sein ist sicher nicht einfach: da wären die ideologische Gesinnung, dann die harzige politische Realität und schließlich sollte man noch Kommunikationsexperte, ja fast Schauspieler sein, um beim Volk zu überzeugen. Doch dies muss man wohl vereinen können, wenn man gewählt werden will und ich wünsch der Mitte und der Linke mehr von solchen Köpfen für die Zukunft! Ja, gut hast du's natürlich, wenn du dich nicht verstellen musst, Blödsinn labern kannst, dich als totales Ekel gibst und damit auch noch erfolgreich bist! Klar, das gibt es ja auch in der Politik;). Aber den Anderen bleibt heute nur der Trost, dass wir eine Konkordanzregierung haben und nicht vier oder acht Jahren den Einen Typen und seine Partei an der Macht haben. Die Schaffhauser haben ja jetzt auch einen SVP Nationalrat, mein Vater wird wieder sagen, was für ein Provinznest, und nach Zürich auswandern wollen, -aber ehrlich Papa: nach Zürich? Schau dir da mal die Resultate an, ich meine, wir haben doch immerhin noch den roten Präsidenten und der ist auch noch beliebt! Gute Nacht!

Donnerstag, 18. Oktober 2007

Besuch bekommen!

Würde der Rhein in die andere Richtung fließen, könnte ich euch eine Flaschenpost schicken. So aber ginge das nur umgekehrt. Falls ihr also im Sinn hättet mir eine Nachricht den Rhein hinunter treiben zu lassen, schreibt mir eine SMS, sodass ich dann pünktlich am Ufer stehe. Eine andere Kontaktmöglichkeit ist, dass ihr mich besuchen kommt wie diese nette Gesellschaft auf dem Foto letztes Wochenende. Ein bisschen Heimatfeeling und Dialektgespräche kann auch ganz gut tun in der Großstadt. Dank dem Rhein und der Autobahn!

Mittwoch, 10. Oktober 2007

Prost Köln!

Des is ja schon ne Woche seit ich das letzte Mal was erzählt habe?! Die Zeit vergeht auch im oberen Rheinländle schnell! Ich mach ja keine Ferien hier, isch arbeite! Stehen geblieben bin ich bei der idyllischen Jugendherberge, einem Plattenbau in Rheinnähe. Nun, er ist nicht ganz so hässlich wie die Hochhäuser-Wohblöcke welche in unmittelbarer Nähe in den Himmel ragen, aber eine Schönheit der Baukultur eben auch nicht. Da muss man die Kölner aber auch generell entschuldigen, denn ihre Stadt ist ja im 2. Weltkrieg komplett in Schutt und Asche gelegt worden! Nur der Dom blieb damals verschont und der is auch wirklich ein Wunderwerk!
Aber egal ob aussen hässlich, innen war die Jugendherberge okay. Ein Einzelzimmer in einer eh schon fremden Stadt empfiehlt sich jedoch nicht. Ich auf jeden Fall fühlte mich am Abend darauf im Mehrbett-„Apartement“ unter Leuten beträchtlich wohler. Ich traf ich einen Original-Ossi aus Leipzig, der nach der Wende als Vermögensverwalter Karriere machte. So kannte der natürlich die Schweiz, Lichtenstein und Luxemburg. Doch Karriere wenn er im Mehrbettzimmer einer Jugi schläft?! Auf jeden Fall schien er glücklich und er weilte in Köln, weil er Sonntags darauf, also Vorgestern;) beim Kölsche Lauftreff, dem Stadtmarathon mitmachte. Ein anderer Mitbewohner erregte meinen Verdacht weil er jeden Morgen auscheckte, dann aber abends doch wieder im Zimmer stand. Ich tippte schon auf ein Illegaler, der einfach die Taxen nicht bezahlen wollte und sich jeweils an der Reception vorbeischlich oder die Fassade hochkletterte. Aber es klärte sich auf, dass er nur jeden Tag darauf hoffte ein festes Zimmer in Köln zu finden und so nicht mehr wiederzukommen bräuchte. Tja, keine Ahnung ob er schliesslich Glück hatte, weil ich zog Mittwochs in die WG zu den Jungs Christian und Andre, aber zu denen später mehr!
Dass erste Kölsch liess ich auch nicht lange warten, das musste bereits Sonntags nach meiner Ankunft getestet werden. Ich kaufte es bei einem Türken und setzte mich vor den Dom, der in der aufwändigen Abendbeleuchtung erstrahlte, und fühlte mich dabei ein bisschen wie ein melancholischer Tramper, -oder vielleicht doch eher wie die anarchischen Punks, die gleich neben an sauften, grölten und ihr Hunde fütterten?! Egal, das Gefühl war sowieso nicht von langer Dauer, da ich am nächsten Morgen in eine ganz andere Welt eintauchen sollte. Die Welt vom grössten deutschen Privatfernsehen RTL und da landete ich bei den Schillernden und Glitzernden, bei Exclusiv, ihrem Promimagazin! Prost Köln!

Sonntag, 7. Oktober 2007

Tatort


Hi, ich habe nun mein Internet eingerichtet und gleich gibts neues! Aber an dieser Stelle mal eine kleine Vorankündigung:

Wer mehr über das aufregende Leben in Kölle erfahren will, der füge sich den Kölner Tatort zu Gemüte, heute Abend 20.15 ARD!

Dienstag, 2. Oktober 2007

Kölle voraus!

Jou, das also die ersten News aus Kölle oder besser, zuerst einmal von der Anreise!
Da wollte ich also das gute Schaffhausen verlassen und Richtung Zürich fahren, doch um ein Haar klappte das nich, da die gute Deutsch Bahn über 10 min Verspätung hatte. Wenn ich wegen diesem ICE mein direkt Eurocity nach Köln in Zürich verpasst hätte, wäre mein Ticket futschi gewesen. Tja es reichte, doch in Basel drohte bereits neuer Aerger, aber schlussendlich ärgerten sich nur die Zuggäste: der Zug stand 20min zuviel, aber fuhr dann doch und bis Köln hatte er die Verzögerung wieder drinn! Naja bei 6 h Fahrzeit sollte das ja möglich sein. Aber ich verzieh der Deutschen Bahn wiederum, war ja höchst dankbar, dass mich die Nachbarn so freundlich aufnahmen. Die Fahrt würde dann auch ganz schön dank der Landschaft (Loreley, etc.) und auch lustig. Dies dank einem schwulen Mannheimer, welcher sich in Freiburg in meine Nähe setzte und bald anfing einer Freundin (schatzi;) über Handy in Ueberlautstärke von seinem neuen Liebesglück (nach Blinddate), eben, in Freiburg, berichtete. Und dann gab es da noch die korpulentere Dame von gegenüber, die von Freiburg bis Mainz zwei Plätze bedeck, äh besetzte, sich aber dann neben ihrer zugestiegenen Kollegin zusammenquetschen musste. Die besagte Dame machte eine besondere Erfahrung mit der sonst so zuverlässigen SBB. Ihr Sitz kam nämlich von Zeit zu Zeit ins rutschen, da sich der Ausziehmechanismus von alleine betätigte. Sie gab dann jeweils ein erschrockenes bis beschämtes "Ouuu" von sich und ich fragte mich, ob nun der Sitz defekt war oder einfach nicht dafür geschaffen, solch ein Gewicht auszuhalten. Jouuu, und dann kam ich also an in Kölle mit meinen ca 40kg Gepäck verteilt auf drei Gepäckstücke. Mann, ich hab jetzt noch Naken- und Rückenweh vom schleppen!
Nach erholsamen U-bahn fahren und wieder mühsamen Geschleife erblickte ich dann die idyllisch gelegene Jugenherberge, angeblich am Rhein, aber davon, und von ihren Betreibern, sowie anderem VIP´s und Sternchen...und natürlich von meinem ersten eschten Kölschbier: das nächste Mal....Guten Abend, ihr Blogleser!